Sein Prädikat "Moorheilbad" hat Bad Waldsee dem "schwarzen Gold" zu verdanken, auf dessen Heilkraft die Reha-Medizin auch heute noch baut. Die physikalischen und biochemischen Wirkungen von Moor lindern orthopädische, rheumatologische und gynäkologische Erkrankungen.
Die Heilkraft des Moores liegt vor allem in der besonderen Art der Wärmeabgabe auf den menschlichen Körper. Wird das Moorheilbad in einer breiförmigen Konsistenz verabreicht, geht die Temperatur von 42 Grad langsam über und erwärmt kältere Regionen des Körpers intensiver als Kernbereiche. Die schonende Erwärmung führt zu einer enormen Steigerung der Durchblutung, zu einem Abtransport von gelenkschädigenden Stoffwechselprodukten. Das autonome Nervensystem wird ausgeglichen, durch Stimulation der Nebenniere kommt es zu einer Entzündungshemmung und zur Schmerzverminderung. Zur weiteren Reduktion von Schmerzen führt die Freisetzung körpereigner Morphine - auch Endorphine genannt.
Die im Moor enthaltenen Huminsäuren bewirken zudem eine Entzündungshemmung bei Verschleißerscheinungen an Gelenken und der Wirbelsäule. Im Vergleich zu entzündunghemmenden Medikamenten wirken die Huminsäuren hier viel schonender und ohne Nebenwirkungen.